Kurzzeit-Missionseinsatz mit Wycliffe
Zurück!
29. Mrz
Liebe Freunde
Ich bin am Sonntag gut in der (kühlen) Schweiz angekommen – diesmal sogar mit all meinem Gepäck!
Damit endet meine Berichterstattung zu meinem Einsatz in Kamerun. Vielen Dank für das Interesse und die ermutigenden Kommentare und E-Mails. Für mich und Rosine war es eine sehr bereichernde Zeit. Wir können einen solchen Einsatz nur weiter empfehlen.
Geht hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen! Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! Matthäus 28.19Die letzten Tage in Kamerun
24. Mrz
Es sind nur noch wenige Tage bis zu meiner Rückkehr in die Schweiz.
Das VCD-Projekt
Die letzten drei Wochen verbringe ich meist vor dem Computer sitzend. Die Sprach-Aufnahmen für das VCD-Projekt konnten wir ja erfolgreich abschliessen. Jetzt geht es darum, den einzelnen Folien in der Präsentation die richtigen Audio-Dateien zuzuordnen. 2200! Folien, nämlich 9 Gleichnisse à durchschnittlich 12,2 Folien und das in 20 Sprachen warten auf die Bearbeitung. Gleichzeitig überprüfe ich den Text auf der Folie. Es ist wichtig, dass Ton und Schrift übereinstimmen. Man stelle sich vor, wie schwierig das ist, wenn man die Sprache nicht versteht. Mit der Zeit entwickle ich eine ziemlich gute Fähigkeit zum Erraten, wie ein Wort gesprochen tönen könnte. Immer wieder entdecke ich Fehler im Text. Zum Teil sind die Präsentationen auch noch nach einer alten Vorlage erstellt. Dann kopiere ich den Text in die aktuelle Mastervorlage. Das alles ist extrem zeitintensiv. Die Arbeiten sind jetzt aber so weit fortgeschritten, dass wir sogar mit dem Erstellen der Filme beginnen können. Immer wieder höre ich in Gesprächen, dass sich die Leute darüber freuen, dass dieses Projekt bald abgeschlossen werden kann, und das gibt mir wieder neue Motivation. Es ist in der Tat Gottes Führung, dass ich genau in dieser Zeit hier sein und daran arbeiten kann.
Was mache ich sonst noch?
Um Guy noch ein bisschen was im Tontechnik-Bereich zu zeigen, organisieren wir einen Aufnahmetag mit einem Chor. Das ist ein echtes Erlebnis: Lauter Regen, der aufs Dach trommelt, durchgebrannte Sicherungen beim Mischpult, ein hinter Matratzen verstecktes Schlagzeug und viel Spass. Wir versuchen das Beste zu machen mit dem vorhandenen Material. Immerhin schaffen wir eine 10-Spuren-Aufnahme. Ein kurzer Ausschnitt der Aufnahmen befindet sich auf der Seite „Hören“.
Guy nimmt mich und George, ein anderer Kurzzeiter aus den USA, mit in sein Dorf. Dieses liegt etwas zwei Stunden Fahrt mit dem Bus von Yaoundé entfernt. Dort besuchen wir auch den Gottesdienst. Der Pfarrer spricht extra für uns einen Teil der Predigt auf Französisch statt in der Lokalsprache. Er freut sich, als ich mich nachher bedanke bei ihm. Unter „Hören“ befinden sich Aufnahmen, die ich in der Kirche gemacht habe. Nach dem Gottesdienst treffen wir einen Teil der Familie. Dann führt uns ein Cousin durch den Wald. Wir essen Kakaofrüchte und laufen bis zu ihrer Wasserstelle. Für die Rückfahrt warten wir einfach neben der Strasse, bis ein Buschtaxi vorbeikommt, das noch Platz hat und uns mitnimmt. Aber was heisst hier Platz? Drei Leute passen noch immer rein.
Essen
Mein Lieblingsessen hier in Kamerun ist eindeutig gegrillter Fisch mit Piment und Bâtons de Manioc. Diese Mahlzeit kaufe ich direkt von der Strasse bei einem der vielen Stände für umgerechnet 1,5 Franken. Hie und da bin ich auch zum Nachtessen bei Vreni eingeladen. Sie ist eine Schweizerin, die schon lange hier in Kamerun arbeitet. Merci Vreni!
Was nehme ich zurück in die Schweiz?
Viele schöne Erinnerungen natürlich. Die schönste Zeit war jene, die ich mit Rosine hier verbringen konnte. Vor allem aber die Gewissheit, meine Fähigkeiten und Zeit für das Reich Gottes eingesetzt zu haben. Und, dass Gott sich um uns Menschen kümmert. Wenn ich zurückdenke, wie ER das mit meinem Gepäck gemacht und uns bewahrt hat auf all den Reisen – das ist typisch Gott. Mein Dank gilt aber auch den Leuten von Wycliffe Schweiz und SIL Kamerun, meinen Mitarbeitern bei Adonia, meiner Familie und natürlich meiner lieben Frau Rosine für die wichtige Unterstützung.
Für das kann man beten:
- Dank für die Zeit in Kamerun
- Bitte um gutes Einleben im Schweizer Alltag









